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Avo Uvezian – wie aus tausend und einer Nacht

Der Gründer der nach ihm benannten Avo-Zigarren wurde 1926 in der einstigen Perle des Nahen Ostens, dem libanesischen Beirut geboren. Als Sohn einer Sängerin und eines Komponisten lag auch ihm die Musik im Blut und er wurde ein Jazz-Pianist, der mit seiner Band „The Lebanon Boys“ durch die Hotels der persischen und arabischen Länder tourte. So wurde auch ein namenhafter Hotelbesitzer im Iran auf ihn aufmerksam: Mohamma Reza Schah, der letzte Schah von Persien, welcher ihn sogleich zu seinem persönlichen Hof-Pianisten machte und von ihm lernte, Jitterbug zu tanzen.

Sehen Sie Avo Uvezian hier im exklusivem Video:

(Abschrift in deutscher Sprache befindet sich am Ende der Seite.)

 

Auf Betreiben des Schahs konnte Avo Uvezian 1947 in die Vereinigten Staaten reisen und Komposition sowie klassisches Klavierspiel studieren. Nach dem Kennenlernen seiner Frau musste er 1951 auch den Krieg kennen lernen und wurde eingezogen, um in Korea in der Infanterie zu kämpfen. Doch half ihm hier sein musikalisches Talent und so spielte er mit einer Band in den Offiziersklubs gegen Bezahlung und schaffte es, im folgenden Jahr ehrenhaft entlassen zu werden. Nebenher schrieb er einige Melodien und komponierte unter anderem die Vorlage für Sinatras Hit „Strangers in the night“. Als nächstes widmete er sich zusammen mit seinem Schwiegervater dem Entwerfen von Schmuck und wenig später verschlug es ihn nach Puerto Rico, wo er in einem Resort als Pianist anheuerte und begann, sich seine eigenen Zigarren drehen zu lassen. Wenig später eröffnete er eine Piano-Bar. Die Zigarren verschenkte er solange, bis seine fünfjährige Tochter ihm riet, diese doch lieber zu verkaufen. Gesagt, getan. Nach einigem Suchen in der Dominikanischen Republik fand er in dem bekannten Tabak-Experten Hendrik Kelner einen geeigneten Geschäftspartner. Um sich einer hervorragenden Qualität zu versichern, bezahlte er Kelner glattweg 25% mehr als dieser überhaupt gefordert hatte – ohne Frage ein Geschäftsmann mit Stil. In Anbetracht seiner beeindruckenden Lebensgeschichte ist der Erfolg seiner Avo-Zigarren, für deren US-amerikanischen Vertrieb Davidoff 1995 10$ Millionen bezahlte, nur der folgerichtige i-Punkt auf einer spannenden Karriere.

Avo-Zigarren – stilvolle Qualität

Hauptverantwortlich für die hohe Qualität des Avo-Tabaks ist das Cibao-Tal in der Dominikanischen Republik. Von zwei Gebirgsketten flankiert bietet dieses Tal ein hervorragendes mildes Klima mit wohl dosiertem Niederschlag. Kombiniert mit dem leichten, sandigen Boden, der ausgesprochen mineralreich ist, ist dieses Tal ein Paradies für die Landwirtschaft. Doch auch so ist das Tal von einer beeindruckenden Schönheit gezeichnet, so sagte wohl Kolumbus als er dort das erste Kreuz in der Neuen Welt aufstellen ließ: „Das ist das Schönste, das ein menschliches Auge je gesehen hat.“

Die Einlage der Avo-Zigarren besteht aus einem feinen Piloto Cubano, der durch eine spezielle Fermentierung zu seiner aromatischen Reife gelangt. Als Umblätter werden Blätter eines Olor-Tabaks verwendet, die speziell in einem kleinen Teil des Tales, der Villa Gonzalez gezogen werden. Gekrönt werden die komplett handgefertigten Zigarren von einem golden gereiften Connecticut Shade.

Das komplette Angebot der Avo-Zigarren verteilt sich auf mehrere Serien, die aus wenigen aber beliebten Formaten bestehen.

Die AVO XO Trio Cigars

AVO XO Trio Zigarren

Diese Serie besteht aus drei Formaten, die nach der Einteilung eines klassischen Musikstückes benannt wurden und soviel wie Vorspiel, Zwischenspiel und majestätisches Finale bedeuten.

  • Avo XO Trio Preludio – eine Corona Larga
  • Avo XO Trio Intermezzo – eine Robusto
  • Avo XO Trio Maestoso – eine Churchill

Die AVO XO Quartetto

Diese Serie bezieht sich ebenfalls in ihrer Namensgebung auf ihren musikalischen Firmengründer. Doch hierbei steht das Tempus im Mittelpunkt.

  • Avo XO Quartetto Presto – eine Minuto
  • Avo XO Quartetto Allegro – eine Petit Panetela
  • Avo XO Quartetto Notturno – eine Corona

Die AVO Domaine

AVO DomaineDiese Serie erhielt ihren Namen von der firmeneigenen Finca im Cibao-Tal und ist mit ihrem ecuadorianischen an der Sonne gereiften Deckblättern eine kräftige und aromatische Edition, die sich in die folgenden Formate unterteilt:

  • AVO Domaine 10 – eine Robusto
  • AVO Domaine 20 – eine Perfecto
  • AVO Domaine 40 – eine Torpedo
  • AVO Domaine 60 – eine Corona

Die AVO Signature

Diese ausbalancierten kräftigen Zigarren sind ein Nachfolger der Sonder-Edition anlässlich des 75. Geburtstages von Avo Uvezian. Benannt sind die einzelnen Vitolas nach deren Format-Namen.

  • AVO Signature Robusto
  • AVO Signature Lonsdale
  • AVO Signature Small Corona
  • AVO Signature Double Corona
  • AVO Signature Belicoso

Die AVO Classic

AVO ClassicDiese Linie ist die erste, die in ihrem ersten Jahr 1988 für den raschen Erfolg der Zigarren-Marke verantwortlich war. Sie ist europaweit in fünf Formaten erhältlich.

  • AVO Classic No.2 – eine Toro
  • AVO Classic No.5 – eine Grand Corona
  • AVO Classic No.9 – eine Corona Extra
  • AVO Classic Robusto
  • AVO Classic Corona

Darüber hinaus verfügt das Sortiment noch über eine Zigarillo-Serie, die unter dem Namen AVO Puritos Cigars läuft und sich in Classic und Domaine unterteilt. Wie bereits erwähnt bringt AVO auch immer wieder limitierte Sonder-Editionen heraus.

Avo Uvezian im exklusivem Video

"Hallo an alle Noblego Fans, ich bin Avo Uvezian und werde über meine Zigarre sprechen. Ich bin 1926 in Beirut, Libanon geboren, als Kind armenischer Eltern, also vor fast 100 Jahren. Auf jeden Fall bin ich jetzt hier, an meinem 87. Geburtstag und spreche mal wieder zu euch; nach so vielen Besuchen in Deutschland innerhalb der letzten 25 Jahre. Ich spreche über meine Zigarre, die Avo Zigarren, welche von Davidoff verkauft werden. Also zu mir, ich bin, wie gesagt, in Beirut im Libanon geboren. Mit 4 fing ich an, Klavier zu spielen, da mein Vater ein “Kapellmeister” war und bereits in Leipzig studiert hatte. Ich spielte also Klavier, weil ich es einfach sehr mochte. Leider verstarb mein Vater als ich 16 war und ich übernahm die Vaterrolle in meiner Familie mit meiner Mutter und meinen zwei Schwestern. (...)

Später, als ich dann im Libanon spielte, wurden uns viele Möglichkeiten geboten zu spielen, da Libanon viel von Touristen besucht war, egal ob aus dem Mittleren Osten oder aus Europa. Ein wunderschönes Land um auf Tour zu sein, aber im Winter hatten die Hotels zu, was dazu führte, dass wir keine Aufträge mehr hatten. Also nahmen wir einen Vertrag in Baghdad an und ich beschloss also, meine kleine Band nach Baghdad mitzunehmen und dort zu spielen. Weil wir den Film “Ali Baba und die 40 Räuber” gesehen hatten, haben wir uns gesagt “Hey, wir ziehen jetzt nach Baghdad und sehen uns das goldene Minaret an”. Nach Baghdad kamen wir mit dem Bus, der von Damaskus aus durch die Wüste bis nach Baghdad fuhr, bevor ich dann also eine Geschichte aus meinem Leben schrieb – ich kann euch sagen, es ist Einiges passiert – aber langer Rede kurzer Sinn: Nachdem wir in Baghdad unseren Vertrag erfüllten, führte uns der nächste Auftrag ein Jahr später nach Teheran, Iran. Und als wir dort ankamen, das war 1947, also kuz nach dem 2. Weltkrieg, war meine Band die erste Band, die nach Teheran kam. Nach einem Monat vor Ort wurden wir eingeladen, im Palast des Shahs Shah Reza Pahlavi zu spielen. Damals konnte ich natürlich als Armenier Armenisch sprechen, als auch Arabisch, Französisch und Englisch, zudem hatte ich noch Deutsch von ein paar Musikern gelernt, die vorher mal in meiner Band spielten, in Beirut. Nach 2 Monaten in Teheran – ich sprach vorher ja bereits Türkisch und und Arabisch – sprach ich bereits Farsi. Der Grund warum ich das sage ist der Folgende: Als wir in den Palast eingeladen wurden, schickte der Shah seinen Boten, der Schweizer war. Dieser fragte mich also: “Der Shah wird mit ihnen Englisch reden?” Woraufhin ich antwortete: “Nein, er kann ruhig mit mir Farsi reden”. Später sagte der Shah dann: “Ich bin wahrlich überrascht, dass du innerhalb von 2 Monaten Farsi gelernt hast, ihr Armenier seid ein cleveres Volk.” Nachdem ich mich bedankt hatte, fingen wir an zu spielen. Wir spielten einen Jazz Song namens “In the Mood” und der Shah und seine erste Frau Soraya fingen an zu tanzen. Einladungen in den Palast bekamen nur die engsten Freunde des Shahs und da ich auch erst 21 war, wusste ich damals nichts über die Verhaltensregeln. Ich sagte daher:”So tanzt man den Swing (Jitterbug) aber nicht!” Darauf hin sagte Soraya:”Dann komm doch hoch und zeig es mir!”. Ich stand also auf und tanzte. Das brach wahrlich das Eis zwischen uns allen. Seitdem der Shah also alles herausfand; wie viele Sprachen ich sprechen konnte, welche Musik ich spielen und zu welcher ich tanzen kann, wurden wir immer wieder eingeladen, um an diplomatischen Abendessen zu spielen.

Nach dieser großartigen Zeit in Teheran habe ich dem Shah gesagt, wie gerne ich doch in die USA gehen würde, um weiter Musik zu studieren, dass ich jedoch kein Visum besäße. Wenn man im Libanon geboren ist, war es damals schwierig, an ein Visum für die Staaten zu bekommen. Aber mit Hilfe des Shahs und ein paar Telefonaten hatte ich mein Visum innerhalb von 2 Wochen und kam nach Amerika. Ich wohnte in New York mit meinen Tanten, der Zwillingsschwester meiner Mutter ging in die Juiliard Music School und so konnte ich in New York leben. Dann habe ich eine Armenierin aus New York geheiratet. Sie rauchte jedoch stark, jeden Morgen und jeden Abend. Nach 24 Jahren Ehe und einer Menge Zigaretten und der Geburt von drei Söhnen starb sie. Da sagt ich mir: “Ich werde New York wohl verlassen”. (...)

Damals, ich rauchte nie Zigaretten, aber hatte bereits ein paar Jahre Zigarre geraucht, probierten wir also unsere allererste Zigarre. Ich erinnere mich noch, als die Zigarren zusammen mit der Restaurant Rechnung kamen, kosteten diese 25$ das Stück. Wenn man jedoch halb Amerikaner, halb Schweizer ist, tut einem dieser Preis schon recht weh. Darauf sagte er also: “Avo, warum machst du keine Zigarren? Du lebst doch in Puerto Rico.” Da sagt ich:”Lass es mich versuchen, ich bin ein Witwer, du sagst mir was zu tun ist und ich versuche es.” Also kehrte ich nach Puerto Rico zurück und fand den nähestbesten Ort für die Tabakerzeugung: die Dominikanische Republik. So pendelte ich also immer hin und her, zwischen Puerto Rico und der Dominkanischen Republik. All dies tat ich dazu noch allein. Ich hatte nicht viel Geld, vor allem weil ich so viel gereist bin. Daher sagte meine Puertorikanische, konservative Frau:”Avo, gib nicht das ganze Geld aus, wir haben noch eine Tochter.” Ich sagte:”Keine Sorge, ich muss einfach etwas aus meinem Leben machen, ich werde es versuchen.”

Nachdem ich also unsere Fabrik mir anschaute, machte Mr Hendrik Kelner Zigarren für mich. Sie machten 12 Zigarren Sampler für mich. Diese probierte ich aus und nachdem ich nach einem Monat zurückkehrte, saß ich mich zusammen mit dem Beauftragten des Geschmacks, Eladio Diaz und wir entschieden uns, dass die erste die Beste der 12 sein würde, also die “Avo Classic”, welches diese Zigarre hier ist. So fing unsere Avo Line also an. Wir produzierten also diese Zigarre und eine Schachtel stellte ich bereits auf mein Klavier zu Hause. Nach einem Jahr hatte ich öfter mal Besucher bei mir Zuhause. Als Geschenk gab ich ihnen ein paar Zigarren und sie fuhren nach Hause und riefen mich später an: “Bitte schick uns doch noch mehr”. Innerhalb eines Jahres verkaufte ich also “vom Klavier aus” über 20.000 Zigarren. Mir wurde klar, eine Box Zigarren zu verkaufen brachte mir drei Mal mehr ein als Klavier zu spielen. Ich sagte mir: “Das ist ein gutes Geschäft”.

Zu dieser Zeit machte Davidoff ihren ersten Shop in New York auf und ich schickte ihnen 12 Schachteln. Anscheinend müssen diese ziemlich gut angekommen sein, sodass Davidoff mir schrieb:”Bitte schick uns doch noch mehr Zigarren”. Okay, dachte ich mir, die sollt ihr bekommen. Nachdem mir klar geworden war, warum sie ständig nach neuen Schachteln fragen würden, hatten wir ein Meeting. Ich sagte:”Ich werde euch exklusives Verkaufsrecht in den USA geben, weil ich keine Firma habe, keine Verkaufsorganisation habe.” Ich gab also Davidoff das exklusive Verkaufsrecht. Innerhalb eines Jahres verkauften sie 125.000 Zigarren und nach 4 wurden daraus 750.000. Dr. Schneider, der President von Davidoff, sagte zu mir, er wolle die ganze Marke kaufen. Ich sagte: “Das ist in Ordnung, solange wir die gleiche Geschäftsphilosphie haben.” Qualität meines Handwerks ist das Wichtigste überhaupt für mich. Dasselbe galt auch für Davidoff, aber es war immernoch mein Name auf der Zigarre und ich war stets involviert in die Geschmackssnoten und wählte neue Produktionsweisen. So startete unsere Beziehung. Da war natürlich auch meine Frau glücklich, weil wir eben ein gutes Geschäft machten. Und auch wenn in der Vereinbarung mit Davidoff festgelegt wurde, dass ihnen mein Name gehört, so stehe ich auf den Zigarren mit meinen Initialien, bis ich sterbe. Das macht mich sehr glücklich.

Das ist also meine Geschichte. Als ich 75 war, beschloss ich, eine begrenzte Edition für dieses Jahr zu erstellen. Es war ein super Hit. Es war die erste “Avo 75th anniversary” und seitdem produzieren wir jedes Jahr eine “Limited Edition”. Außerdem kommen wir jedes Jahr, manchmal mehrmals in einem Jahr, auf jeden Fall aber zu meinem Geburtstag nach Europa und präsentieren unsere Zigarren. Nachdem ich die Tour in den USA hinter mir habe, komme ich nach Europa, um in der Schweiz und in Deutschland auszustellen. In der Schweiz gibt es sogar seit 13 Jahren die sogenannte “Avo Session”, wo es Zigarren zu guter Musik gibt, denn das ist mein Leben. Bis letztes Jahr gab es die “Avo Session”, dort fand die Letzte statt. Alle meiner Zigarren gibt es bei Noblego, raucht weiterhin Noblego Zigarren und genießt das Leben.