Zigarrenrauch – ein Symbol für Genuss

ZigarrenrauchWenn vom Ende einer guten Zigarre Rauch aufsteigt, schwelgt der Aficionado in einem Zustand tiefster Entspannung. Zigarrenrauch ist in doppelter Hinsicht Ausdruck des Genusses, denn er zeigt nicht nur, dass man dabei ist, seine Zigarre zu genießen, sondern transportiert auch die Geschmacksstoffe und Aromen, die Zigarren so begehrt machen. Tatsächlich ist der Rauch, der durch das Abbrennen entsteht, die häufigste Form, in der Tabak genossen wird. Seltener werden Tabakblätter gekaut oder geschnupft. Beim Zigarren- und Pfeifenrauchen schenkt man dem Tabakrauch besondere Aufmerksamkeit, denn hier geht es um seinen charakteristischen Geschmack. Entsprechend inhaliert man den Rauch nicht wie bei Zigaretten in die Lunge, um die Nikotinaufnahme zu beschleunigen, sondern pafft die Zigarre oder die Pfeife langsam und mit Bedacht. Der Zigarrenrauch wird dabei quasi „erschmeckt“, denn über die Geschmacksknospen im Mund und über den Geruchssinn ergibt er – je nach Tabakkomposition – ein feines, würziges, starkes und/oder komplexes Aromenspiel, das es mit jeder Zigarre zu entdecken und erkunden gilt.

1. Wie entsteht Zigarrenrauch

2. Viel Rauch um nichts? Wie schädlich ist der Rauch von Zigarren?

3. Zigarrenrauch für jeden Geschmack

Wie entsteht Zigarrenrauch?

Das Anzünden von Zigarren wird immer wieder als relativ komplexes Ritual beschrieben, das Einsteiger erst üben müssen. Viele Zigarrenformate sind mehrfach dicker als Zigaretten und benötigen daher mehr Zeit, bis sich alle Tabaklagen entzündet haben. Zudem ist der Zigarrentabak feuchter, weshalb auf keinen Fall ein herkömmliches Feuerzeug, sondern nur ein gasbetriebenes Zigarrenfeuerzeug verwendet werden sollte. Seine Flamme brennt ohne Schadstoffe, die den Geschmack des Tabaks beeinträchtigen könnten. Beim kurzen Anzünden einer Zigarette fällt das kaum ins Gewicht, aber für Zigarren sollten nur Feuerzeuge mit Butangas oder einer Butan-Propan-Mischung verwendet werden. Dass die Zigarre zunächst getoastet wird, bevor sie endgültig angezündet wird, hat den Zweck, dass alle Tabaklagen – Einlage, Umblatt und Deckblatt – gleichzeitig abbrennen sollen. Nur so funktioniert die Zigarre physikalisch einwandfrei – sie brennt gleichmäßig ab – und der Zigarrenrauch wird gleichmäßig durch den Zigarrenkörper geleitet. Dabei spielt auch der Zugwiderstand eine Rolle.

Beim Zigarrenrauchen laufen im Wesentlichen drei chemische Prozesse ab, die letztlich für das Geschmackserlebnis im Rauch verantwortlich sind.

  • In der Glutzone, die bei Zigarren 580 bis 660 Grad Celsius und bei Pfeifen 420 bis 500 Grad Celsius heiß sein kann (Zigaretten brennen deutlich heißer ab), verbrennt der Tabak durch Reaktion mit Sauerstoff.
  • Hinter und im Inneren der Glutzone schwelt der Tabak eher bei 200 bis 600 Grad Celsius, was eine unvollständige Verbrennung und thermische Zersetzung bewirkt. Dabei entstehen unter anderem Kondensationsprodukte, die sich im Rauch anreichern.
  • Hinter der Schwelzone verdampfen und destillieren bei geringeren Temperaturen flüchtige Stoffe wie Wasserdampf und ätherische Öle aus dem Tabak. Der Wasserdampf transportiert diese Stoffe, u.a. Nikotin, in den Rauch, und so gelangen diese in Mund und Nase.

Befinden sich die drei genannten Prozesse in der richtigen Balance, transportiert der Zigarrenrauch das Maximum der Tabakaromen. An einer Zigarre sollte man daher mit Bedacht ziehen: Zieht man zu oft und zu stark, wird der Rauch zu heiß und schmeckt eher scharf und wenig aromatisch; raucht man die Zigarre zu zaghaft, erlischt die Glut und man muss sie neu entzünden. In der Regel beeinträchtigt erneutes Anzünden der erloschenen Zigarre den Genuss jedoch nicht weiter. Das letzte Drittel der Zigarre (bei größeren Formaten hoher Qualität auch das letzte Viertel) wird in der Regel nicht geraucht. Es dient als Filter und Kühler. Je näher die Glut dem Kopfende der Zigarre kommt, desto heißer wird der Rauch und desto schwieriger ist es, ihn noch zu genießen.

Zigarren, die viel Rauch machen:

Viel Rauch um nichts? Wie schädlich ist der Rauch von Zigarren?

Sucht man nach mehr Informationen über die Inhaltsstoffe von Tabakrauch, findet man häufig Auflistungen von Sucht-, Gift- und Schadstoffen, aber wenig über die Stoffe, die den Genuss einer Zigarre oder Pfeife so anziehend machen. Wie mit allen Genussmitteln ist dieses Vergnügen am Tabak natürlich Geschmackssache, wenn auch eine deutlich umstrittenere als zum Beispiel bei Alkohol oder Süßigkeiten.

Natürlich enthält Zigarrenrauch kaum weniger Schadstoffe als Zigarettenrauch. Zwar wird Zigarrentabak seltener mit Geschmacks- und Hilfsstoffen versetzt, die den Rauch mit noch mehr Schadstoffen anreichern können, aber Zigarren werden nur sehr selten mit Filter geraucht. Die schädlichen Verbrennungs- und Schwelprodukte des Tabaks wie Benzol, Blausäure, Kohlenmonoxid, Formaldehyd, Benzpyren, Nitrosamine und Teer sind in ähnlichem Maß im Zigarrenrauch zu finden. Lediglich der Umstand, dass man den Rauch nicht in die Lunge inhaliert, sorgt für eine etwas andere Wirkweise im Körper. Während der regelmäßige Genuss von Zigaretten verstärkt Lungenkrebs und andere Lungenkrankheiten hervorrufen kann, erkranken bei Zigarrenrauchern eher die Mundhöhle (Zunge, Gaumen, Zahnfleisch) sowie Kehlkopf und Speiseröhre an Krebs. Aber auch Lungenkrebs ist nicht ausgeschlossen, denn über die Nase atmet man trotzdem einen Teil des Zigarrenrauchs in die Lunge ein. Zigarren- und Pfeifenrauchen ist also nicht weniger schädlich als Zigarettenkonsum, denn neben Erkrankungen des Atemapparates wurde bei allen Arten des Tabakkonsums ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen (Herz und Blutkreislauf) nachgewiesen.

Einen Unterschied in der Gesundheitsgefährdung durch Tabakrauch macht jedoch die Häufigkeit des Genusses. Während viele Zigarettenraucher meist mehrmals täglich vor allem ihre Nikotinsucht befriedigen, sind Zigarren für einen solchen Zweck in der Regel zu teuer. Außerdem wird das Nikotin beim Paffen viel langsamer aufgenommen als beim Lungerauchen. Gelegentliches, verantwortungsvolles Genussrauchen ist logischerweise weniger schädlich als mehrmals tägliches Zigarettenrauchen.

Zigarrenrauch für jeden Geschmack

Den Spaß am Genuss werden echte Aficionados sich von Risikoberichten nicht verderben lassen. Vielmehr gilt es herauszufinden, welche Formate und Tabaksorten persönlich das größte Vergnügen bieten: Kuba, Dominikanische Republik oder eine andere der beliebtesten Anbauregionen? Zigarillo oder Zigarre, Longfiller oder Shortfiller? Handgemacht oder maschinell hergestellt? Pur oder aromatisiert? Über Geschmack lässt sich auch bei Zigarren selten streiten. Fakt bleibt: Erst der Rauch macht die Erfahrung des kunstvoll komponierten und gerollten Tabaks möglich. Nehmen Sie sich Zeit, die komplexen Aromen im Zigarrenrauch für sich zu entdecken! Wir von Noblego bieten Ihnen alles, was Sie dazu benötigen.

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