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Rafael Gonzalez Zigarren

Ein Blick in die Geschichte von Rafel Gonzalez

Der spanische Aristokrat Marquez Rafael Gonzales gründete im Jahre 1928 das gleichnamige Zigarren-Label, welches anfänglich nur für den britischen Markt gedacht war und von den Gentlemen George Samuel und Frank Warwick auch ausschließlich in Groß-Britannien vertrieben wurden. Allerdings firmierte die Zigarre damals noch unter dem Namen: Flor de Marquez – was die Registrierung der Zigarre 1936 durch die Rey del Mundo Cigar Company belegt. Darüber, wann die Marke nun zu ihrem heutigen Namen kam, gehen die Meinungen auseinander. Einige meinen, nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Marke 1945 umbenannt, andere berufen sich auf die „Illustrated Encyclopedia of Post-Revolution Havana-Cigars“, welche die Umbenennung auf das Jahr 1954 datiert.

Rafael Gonzalez ZigarrenRafael Gonzalez - mehr als ein Name

Die Zigarren beziehen ihren Tabak aus der weltberühmten Region Abajo Vuelta und stehen damit für hervorragende Tabak-Qualität. Nicht nur das besonders förderliche Klima sowie die hervorragenden Bodenmineralien geben dieser Region die geschmackvollen Tabake, auch die dort jahrhundertelang gepflegte Tradition des Tabakanbaus, trägt ihren Teil zu einem außergewöhnlichen Agrar-Produkt bei. Gefertigt werden die Zigarren heute in einer Fabrik, die auch für die Produktion der beliebten Romeo-y-Julieta genutzt wird. Sie wird als eine „Geschwister-Marke“ unter dem Dach der „El Rey del Mundo“ produziert – mehr Erfahrung und Qualitätshandwerk lässt sich kaum finden.

Eine gesteigerte Bekanntheit erhielten die Rafael-Gonzales-Zigarren aber nicht nur aufgrund ihrer einwandfreien Qualität, sondern auch durch die Erfindung eines besonderen Formates: dem Lonsdale-Format. Der Lebemann Hugh Cecil Lowther, seines Zeichens fünfter Earl of Lonsdale gab in den 30er Jahre eine ganz spezielle Zigarre in Auftrag, 42er Ringmaß und 165 mm Länge. Diese besondere Vitola erfreute sich in der Folgezeit einer steigenden Beliebtheit, findet sich seitdem in einigen Sortimenten großer Zigarren-Manufakturen und wird unter dem Namen „Lonsdale“ geführt – dass die Torcedores sie ursprünglich „Cervante“ nannten, ist von der Geschichte vergessen worden.

Hier werden Tradition und Moderne zusammengeführt

Beinahe legendär ist auch der noch heute zu findende Aufdruck auf den Zigarren-Kisten:

„Diese Cigarren, eine Geheimmischung, wurden hergestellt aus reinen Tabaken der Vuelta Abajo, ausgewählt von Márquez Rafaël González, Grande von Spanien. Seit mehr als 20 Jahren besteht diese Marke. Um den vollen Genuss ihres perfekten Aromas würdigen zu können, sollte der Connaisseur sie entweder innerhalb eines Monats nach dem Tag der Verschiffung aus Havanna rauchen oder sie ungefähr ein Jahr lang sorgfältig lagern.“

Mit diesem Hinweis wurde überhaupt das erste Mal in der Geschichte der kubanischen Zigarren auf die sogenannte „sick period“ der Insel-Zigarren aufmerksam gemacht. Rafael-Gonzales-Zigarren überzeugen mit einem meist milden und cremigen Charakter, der mitunter auch süßliche Noten von Karamell anklingen lässt. Eben das macht diese Zigarre, neben all den anderen Vorzügen, zu einem perfekten kubanischen Smoke für den Einsteiger. Aber auch der erfahrene Aficionado kubanischer Zigarren kommt auf seine Kosten.