Pfeifentabak-Herstellung

Mischung verschiedener PfeifentabakeEine Pfeife gilt als Symbol einer gemütlichen und genussvollen Lebensweise. Sie wird nicht hastig geraucht wie etwa eine Zigarette. Für eine Pfeife nimmt man sich Zeit, damit man die Geschmacksnoten genießen kann. Vielleicht sind es gerade dieser bewusste Genuss und die dadurch entstehende Behaglichkeit, die dazu geführt haben, dass der Pfeifentabak auch als Königsklasse des Tabaks bezeichnet wird. Um einen hochwertigen Pfeifentabak herstellen zu können, benötigt es viel Zeit und Fachwissen. Die Grundsätze der Herstellung von Pfeifentabak möchten wir Ihnen im Folgenden vorstellen.

Die einzelnen Verarbeitungsschritte der Pfeifentabakherstellung

  • Ernten, Trocknen und Sortieren: Ein Blend (Tabakmischung) setzt sich aus einer unterschiedlichen Menge an Rohtabaken zusammen. Diese werden von den Tabakbauern von Hand geerntet und sorgfältig getrocknet. Anschließend werden die Rohtabake nach Qualitätsklasse, Konditionierung und Fermentation sortiert. Manche Blends beinhalten über 30 verschiedene Tabaksorten aus den unterschiedlichsten Anbaugebieten. Durch diese komplexen Tabakkompositionen können die unterschiedlichsten Aromen entstehen. Damit man sich aber trotz der Vielfalt auf eine konstante Qualität der Blends verlassen kann, wird das Blending streng nach Rezeptur durchgeführt. Oft werden die Mischungen mit Würz- oder Aromatabaken verfeinert, damit sich während des Smokes ein noch intensiveres Aroma entwickeln kann.
  • Vakuumkammer: Im nächsten Schritt der Pfeifentabak-Herstellung werden die gemischten Tabakblätter in einer Vakuumkammer mit Wasserdampf angefeuchtet und erwärmt. Durch das Ziehen des Vakuums öffnen sich die Poren der Tabakblätter, so dass der Wasserdampf leichter aufgenommen werden kann. Durch diesen Prozess werden die Blätter geschmeidig, so dass sie nicht so leicht brechen können. Dies erleichtert die weitere Verarbeitung ungemein. Außerdem werden spätestens bei diesem Schritt der Herstellung von Pfeifentabak die dicken mittleren Blattrippen entfernt.
  • Veredelung: Um die Blends geschmacklich abzurunden, werden sie in einer Casing-Trommel mit verschiedenen Saucen besprüht. Die Casing-Trommel rotiert gleichmäßig, so dass der Tabak gut durchmischt und die Sauce ebenmäßig auf den Tabak verteilt wird. Die aufgesprühte Sauce geht eine intensive Verbindung mit dem Tabak ein, sodass eine natürliche Grundaromatisierung erfolgt. Überdies dient das Casing als ein natürlicher Schimmelschutz. Anschließend werden die Mischungen in Mischboxen gefüllt, wo der Rohtabak und die Aromastoffe des Casings bis zu 24 Stunden Zeit haben, eine intensive Verbindung einzugehen. Außerdem erfolgt in dieser Zeit der Feuchtigkeitsausgleich der saucierten Blatttabake.
  • Schnitt und Röstung: Im nächsten Verarbeitungsschritt wird der Tabak geschnitten. Dies geschieht in einer Schneidetrommel, in welcher mehrere Messer angebracht sind. Pfeifentabak wird in der Regel relativ breit geschnitten (ca. 1,5 mm – 1,8 mm), da sich durch diesen Schnitt das Aroma in der Pfeife am besten entfalten kann. Der geschnittene Tabak wird anschließend geröstet und getrocknet, bis er die gewünschte Endfeuchte erreicht hat.
  • Endaromatisierung: Nun ist die Herstellung des Pfeifentabaks fast vollendet. Die Endaromatisierung führt jeder Tabakhersteller nach einem eigenen Geheimrezept durch. Dabei werden die Blends mit zusätzlichen Frucht- oder Gewürznoten angereichert. In diesem letzten Schritt entsteht der unvergleichliche Duft des Pfeifentabaks. Bevor der Pfeifentabak verpackt wird, muss ihm eine Ruhezeit von mindestens 24 Stunden gewährt werden, damit sich sein Aroma optimal entfalten kann.

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