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Vom Wein zum Sekt

Sekt ist eine Veredelungsstufe des Weins; die verwendeten Weine werden Sektgrundweine genannt, die auf Basis ihres Säuregehalts ausgelesen werden. Bei der Sektherstellung werden häufig verschiedene Grundweine zu einer einheitlichen Cuvée (dem Verschnitt verschiedener Rebsorten) zusammengestellt. Durch Auswahl und Zusammenstellung verschiedener Grundweine bestimmt der Kellermeister maßgeblich die Qualität und den Charakter des Perlweins. Durch den Verschnitt mehrerer Weine ist es möglich, die Eigenarten der Grundweine optimal zu gestalten. Die hohe Kunst der Sekt-Herstellung besteht darin, den gleichbleibenden Charakter und die unveränderte Qualität des Sekts über Jahre zu garantieren.

In der Anfangszeit erfolgte die Herstellung in der Flasche. Ähnlich wie beim Champagner wird durch regelmäßiges Rütteln die im Wein enthaltenen Hefe im Flaschenhals gesammelt. Durch Lagerung der Flasche an einem kühlen Ort kann die Hefe gefrieren und wird beim Öffnen der Flasche durch den Kohlensäuredruck heraus geschleudert.

Beim modernen Fassgärverfahren ersetzt ein großvolumiger, druckfester Gärbehälter die Flaschen. Nach Abschluss der Gärung und Umfüllung in einen Gegendruckbehälter folgt das Ausfiltern der Hefe. Die Hefe wird dem Sekt entzogen, der wiederum kristallklar unter Gegendruck in die Flaschen abgefüllt wird. Bei beiden Methoden wird die Wein-Komposition durch die Zugabe von Zucker und Hefe zur zweiten Gärung gebracht. Unter Einwirkung von Hefe wird der Zucker in Alkohol und CO2 umgewandelt. Nach Abschluss der zweiten Gärung hat der Sekt seine Perlen gewonnen, jedoch seinen natürlichen Zuckeranteil verloren.

Bei der harmonischen Abstimmung entscheidet sich dann, welche Geschmacksrichtung der Sekt erhält. Man unterscheidet hier zwischen brut, trocken, halbtrocken und mild.

Was unterscheidet den Schaumwein vom Sekt?

Nicht jeder Schaumwein darf sich Sekt nennen. Dafür muss er erst die Kriterien eines Qualitätsschaumweins erfüllen.

  • mindestens 10 % Vol. Alkohol
  • mindestens sechs Monate Reifezeit im Großraumgärverfahren bzw. mindestens neun Monate bei Flaschengärung nach traditionellem Verfahren
  • mindestens drei bar Kohlensäureüberdruck

Sechsmal Sekt

Sekt ist ein alkoholisches Getränk, das seit seiner Entdeckung um die Welt gewandert ist. Ähnlich wie sein Bruder, der Champagner, wird Sekt oftmals zu feierlichen Anlässen getrunken. Aber auch als Bestandteil von diversen Cocktails ist er sehr beliebt. Hier sechs wissenswerte Fakten rund um den „perlenden Wein".

  • 5 Flaschen Sekt trinkt durchschnittlich jeder Deutsche. Damit sind wir „Sektweltmeister"
  • 600-1000g muss einen Flasche wiegen, um dem Druck des Sekts standzuhalten
  • 30 Gläser können aus einer Doppelmagnumflasche Sekt (3 Liter) gefüllt werden
  • 80 Prozent des in Deutschland getrunkenen Schaumweines stammen aus deutscher Produktion, rund 20 Prozent werden importiert
  • 2.000.000.000 Flaschen Sekt werden jährlich weltweit produziert
  • 6 Monate muss ein Sekt mindestens reifen