Spanisches Zedernholz – zum Anzünden und für den Humidor

Das Anzünden einer Zigarre ist für viele Raucher ein rituelles Prozedere. Schon die indigenen Völker Kubas ließen sich viel Zeit für das Anzünden und verbanden diesen Prozess mit einem spirituellen Ritus. Der moderne Aficionado nimmt sich vielleicht nicht mehr ganz so viel Zeit, dennoch ist auch heute noch das klassische Anzünden mit einem Zedernholzspan weit verbreitet. Ähnlich wie mit einem Streichholz benötigt man dafür wirklich Ruhe, Zeit und natürlich Windstille. Das ist also eher etwas für den Zigarrensalon oder das Raucherzimmer. Doch warum greifen manche lieber zum Holzspan und nicht zum Streichholz oder Feuerzeug?

1. Die Spanische Zeder komplimentiert das Zigarrenaroma

2. Die falsche Zeder

3. Warum die Verwechslung?

4. Spanische Zeder zur Lagerung – im Humidor, im Tubo, im Etui

Die Spanische Zeder komplimentiert das Zigarrenaroma

ZedernholzstäbeAbgesehen davon, dass das Anzünden einer Zigarre mit einem Spanischen Zedernholzspan sehr stilvoll wirkt, ist das Holz vor allem auch weitgehend frei von aromenverfälschenden Gerüchen. Der natürliche Duft der Spanischen Zeder unterstreicht sogar das Aroma der Zigarre. Ein Feuerzeug dagegen sollte man nur verwenden, wenn es sich um ein Gasfeuerzeug handelt, auch das hinterlässt keinerlei Gerüche. Immer noch überwiegend frei von aggressiven Düften sind die langen Zigarrenstreichhölzer, die man aber erst zur Zigarre führen sollte, sobald der Schwefelkopf des Zündholzes verbrannt ist. Spanische Zeder dagegen ist vollkommen unbehandelt und hat von Natur aus kaum einen Eigengeruch. Kann nicht sein, denken Sie? Weil Zeder sehr intensiv riecht?

Die falsche Zeder

Das ist absolut korrekt, denn die echte Zeder wird sogar erfolgreich zur Insektenbekämpfung eingesetzt, weil sie einen so intensiven Geruch hat. Sie hat in der Welt der Zigarren überhaupt nichts verloren und eignet sich weder als Zündholz noch als Material für den Humidorbau. Was bei Zigarrenfreunden als Spanische Zeder bezeichnet wird, ist eigentlich ein Mahagonigewächs namens Westindische Zedrele. Bekannt ist der Baum auch unter dem Namen Westindische Zeder oder eben Spanische Zeder, was sich wiederum vom spanischen Kurznamen „Cedro“ ableitet. Spricht man also von der Spanischen Zeder, meint man die Westindische Zedrele.

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Warum die Verwechslung?

Wer sich ein wenig auf dem Holzmarkt auskennt, der findet die spanische Zeder auf dem internationalen Mark auch noch unter vielen anderen Bezeichnungen. Aber wie kann es sein, dass man ein Laubholz, das nur in Westafrika beziehungsweise Südamerika (außer Chile) wächst, als Zeder (eigentlich ein Nadelholz) bezeichnet? Der Grund dafür liegt tatsächlich an einer Verwechslung. Denn bevor man es besser wusste, hat man Hölzer einfach nach ihren optischen Merkmalen kategorisiert. Von den Spaniern wurde dieses Holz wurde für eine Art Zeder gehalten – daher der Name.

Spanische Zeder zur Lagerung – im Humidor, im Tubo, im Etui

Abgesehen von der Verwendung als Zündholz, kann man die spanische Zeder auch im Innenraum von Humidoren finden. Genauso wird sie gerne als Innenverkleidung von Zigarrentubos verwendet oder auch für das Innere von hochwertigen Zigarrenetuis. Und das hat auch einen ziemlich guten Grund, denn die spanische Zeder hat als Tropenholz hervorragende Eigenschaften zur Zigarrenlagerung. Zunächst einmal ist das Holz aufgrund seiner Herkunft sehr resistent gegen die hohe Luftfeuchtigkeit, die in einem Humidor herrscht. Nicht nur resistent, sondern das Holz kann sogar auf natürliche Art und Weise Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben und dient damit quasi als Puffer.

Für Humidore ist die spanische Zeder also die erste Wahl, obwohl das Holz eine harzähnliche Substanz ausscheiden kann. Davon sollte sich der Zigarrenliebhaber nicht irritieren lassen, da es sich nicht wirklich um Harz handelt, sondern um eine kautschukartige Substanz. Die wiederum lässt sich leicht von der Holzoberfläche entfernen und verschwindet bei ausreichender Belüftung wieder komplett. Sollte es also zur Harzbildung kommen: Humidor putzen und auslüften, danach kann er wieder befüllt und verwendet werden. Warum und unter welchen Umständen es zu diesem Phänomen kommt, ist allerdings noch nicht ganz geklärt.

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