Plasencia Cosecha 151 – Honduras-Puro aus der Ernte 2016/17
Die Plasencia Cosecha 151 ist die dritte Jahrgangszigarre der Familie: Alle Tabake stammen aus der 151. Ernte seit 1865, eingebracht 2016/17 auf den honduranischen Farmen der Plasencias. Cremig, mittelkräftig, mit Kakao, Mandel und Röstnoten – als Robusto, Corona Gorda und Toro.
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- Herkunft Honduras
- Rauchdauer 45 bis 60 Min
- Format Corona Gorda
- Deckblattherkunft Honduras
- Einlage Honduras
- Aroma Cremig, Gewürze, Kakao, Mandelbrot, Röstaromen
- Form Rund
Die dritte Ernte im Jahrgangsprogramm
Mit der Cosecha-Serie führen die Plasencias ein Konzept weiter, das in der Zigarrenwelt selten ist: Jede Linie steht für eine einzige Ernte, und die Zahl im Namen zählt die Ernten der Familie seit dem ersten Tabakfeld von Eduardo Plasencia im Jahr 1865. Die Cosecha 146 kombinierte 2017 noch Tabake aus Honduras und Nicaragua, die Cosecha 149 war 2021 der erste reine Honduras-Puro der Reihe, und die Cosecha 151 setzt diesen Weg seit November 2023 fort – wieder ausschließlich mit Tabaken aus Honduras, diesmal aus der Saison 2016/17.
Dass die Familie ihre Jahrgangszigarren gerade in Honduras verankert, hat Gründe. Nach der Flucht aus Nicaragua 1979 war das Land um Danlí die Rettung der Plasencias: Hier bauten sie ab den 1980er-Jahren ihre Felder in den Tälern von Jamastrán, Olancho und Talanga auf, hier begann Nestor Plasencia Sr. 1985 mit zehn Rollern, eigene Zigarren zu fertigen, und hier steht mit Tabacos de Oriente bis heute die größere ihrer Fabriken. Honduranischer Tabak stand lange im Schatten des nicaraguanischen, und die Familie versteht die Cosecha-Serie auch als Beweis dafür, dass die honduranischen Täler Blätter von gleicher Klasse hervorbringen – runder, holziger und süßer als die pfeffrigen Nachbarn.
Aufbau, Deckblatt und Formate der Cosecha 151
Eine Jahrgangszigarre stellt den Hersteller vor eine besondere Aufgabe. Bei einer normalen Linie gleicht der Blender Schwankungen zwischen den Ernten aus, indem er Tabake verschiedener Jahre mischt; bei der Cosecha ist das ausgeschlossen, weil alle Blätter aus derselben Saison stammen müssen. Das funktioniert nur, wenn genug Tabak zurückgelegt wurde und die Lagerhäuser groß genug sind, um ihn über Jahre zu reifen – bei Plasencia, wo Tausende Tonnen gereifter Tabake in den Vorratshäusern liegen, ist beides gegeben. Entsprechend ist jede Cosecha in ihrer Menge begrenzt: Ist der Jahrgang verraucht, folgt die nächste Ernte, nicht ein Nachschub.
Die Cosecha 151 ist ein Puro: Deckblatt, Umblatt und Einlage kommen von den honduranischen Farmen der Familie und aus derselben Ernte. Das Deckblatt ist ölig und gleichmäßig braun, und die Tabake reiften mehrere Jahre in den Lagerhäusern der Familie, bevor sie in Danlí gerollt wurden. Die Stärke liegt im mittleren Bereich, der Körper ist voller, als die Stärke vermuten lässt – eine Zigarre, die mit Fülle statt mit Nikotin arbeitet.
Die drei Formate tragen klangvolle spanische Namen. Die La Musica ist ein Robusto mit Ringmaß 50 und 12,7 Zentimetern Länge – die klassische Größe und der Einstieg in die Linie, für rund 45 bis 60 Minuten. Die San Diego ist eine Corona Gorda mit Ringmaß 46 und 13,5 Zentimetern, das schlankste Format der Serie, in dem das Deckblatt stärker zur Geltung kommt und die Würze direkter wirkt. Die La Tradición ist ein Toro mit Ringmaß 54 und 14,7 Zentimetern, etwas kürzer als ein klassischer Toro, dafür mit großem Ringmaß und entsprechend cremigem Zug; sie reicht für gut eineinhalb Stunden. In den USA erschien im November 2024 zusätzlich eine auf 500 Kisten limitierte Salomon, die es hierzulande bislang nicht gibt. Verpackt ist die Linie in eleganten Zehnerkisten, die Zigarren liegen einzeln in Zellophan, die Preise bewegen sich bei rund 16 bis 19 Euro pro Stück – für eine honduranische Jahrgangszigarre mit dieser Reifung ein faires Angebot.
Kakao, Mandel und Röstnoten: Plasencia Cosecha 151 bei Noblego kaufen
Die Cosecha 151 beginnt mit geröstetem Brot und Zedernholz, dazu eine Süße, die an Melasse und Ahornsirup erinnert. Im Verlauf wird der Rauch cremig, und das Profil, das die Linie auszeichnet, nimmt Gestalt an: Kakao, Mandel und Walnuss, Gewürze wie Zimt und Nelke, dazu Röstnoten von Kaffee und Eichenholz. Verkoster beschreiben außerdem dunkle Kirsche und einen Hauch Rum; im letzten Drittel kommen Erde, trockenes Laub und feuchtes Leder dazu, bevor die Zigarre mit einem langen, leicht süßen Finish endet. Pfeffer spielt nur eine Nebenrolle – das ist der große Unterschied zu den nicaraguanischen Alma-Linien. Der Rauch ist dicht und weich, die Asche hält lange und fest, und der Abbrand verläuft so gerade, dass Verkoster die Konstruktion als eine der besten im Plasencia-Programm bezeichnen.
Die Bewertungen bestätigen den Eindruck: halfwheel vergab 93 Punkte für die La Musica und lobte die Konstruktion als herausragend, der Cigar Aficionado bewertete die Linie mit bis zu 92 Punkten. Im Vergleich der Formate zeigt die San Diego das Profil am klarsten und würzigsten, die La Musica ist die ausgewogenste, und die La Tradición mit ihrem großen Ringmaß die cremigste und süßeste. Die Cosecha 151 ist eine Zigarre für den Nachmittag und frühen Abend, zu Kaffee, einem Bourbon oder einem süßen Sherry, und sie ist die richtige Wahl für alle, die eine runde, süße Zigarre ohne Schärfe suchen. Wer die Jahrgänge vergleichen möchte, nimmt die Cosecha 149 dazu, die etwas erdiger und würziger ausfällt. Bei Noblego erhalten Sie La Musica, San Diego und La Tradición einzeln zum Probieren oder in der Zehnerkiste.
