Ne Buddel voll ... Rum!

Nach Europa kam der Rum angeblich mit Columbus, der auf einer Seefahrt im 15. Jahrhundert in die neue Welt auf Befehl der spanischen Königin junge Setzlinge des Zuckerrohrs nach Europa brachte. Zucker war zu dieser Zeit ein gefragtes Produkt in Europa und man sann bald über Anbaumöglichkeiten nach. Die daraus entstandene Sklaverei der gegründeten Kolonien ist bekannt. Das angebaute Zuckerrohr jedoch wurde den Sklaven, die mit dessen Anbau beschäftigt waren, in Form einer vergorenen, alkoholhaltigen Melasse gegeben, um sie für die harte Arbeit auf den Zuckerrohrfeldern zu entlohnen.

Auch die Matrosen erkannten auf ihren langen Seefahrten in den Süden die Vorteile des Zuckerrohrschnapses. Ein Problem der langen Seefahrten war für die Mannschaft das Haltbarmachen des Wassers, das die oft monatelang andauernde Reise nicht überstand. Der Zuckerschnaps von den Inseln, vermengt mit Limettensaft, machte das brackige Wasser trinkbar und beugte gleichzeitig Skorbut vor.

Wegen der langen Seewege in Fässer eingelagert, milderte der sich anfangs brennige Geschmack des Zuckerrohrschnapses ab und wurde dadurch in Europa gesellschaftsfähig und äußerst beliebt. Bald arbeiteten Rum-Destillateure an qualitativ hochwertigen Rum-Sorten, um den Schnaps auf dem europäischen und nordamerikanischen Markt zu etablieren.

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Wie wird Rum hergestellt?

Rum wird hauptsächlich aus Melasse, einem Nebenprodukt der Zuckergewinnung aus Zuckerrohr, erzeugt. Die Melasse wird mit Wasser verdünnt und beginnt dann zu gären. Außerdem werden Skimming und Dunder beigefügt, die bei der Rumherstellung essentiell sind. Skimming ist ein Schaum, der sich bei der Zuckerherstellung bildet, Dunder ein alkoholfreier Rückstand aus einem früheren Brennvorgang. Beide sind für den typischen Rumgeschmack ganz entscheidend. Die Mischung aus Melasse, Wasser, Skimming und Dunder ergibt die Maische, die zum Gären in riesige Bottiche geleitet wird und dort für ca. 10 Tage lagert.

Der Rum wird dann in einem typischen Destillationsverfahren gebrannt und ruht anschließend für mindestens 6 Monate, oftmals aber auch mehrere Jahre, in Eichenholzfässern oder Metalltanks.

Der braune Rum erhält seine Farbe zum einen durch die Ablagerungen im Eichenfass, wird aber auch zusätzlich mit Zuckerfarbstoff eingefärbt. Der weiße Rum wird in Stahlbehältern gelagert, um Verfärbungen vorzubeugen. Er wird zudem in wesentlich größeren Mengen produziert als der braune Rum.

Die Auswahl ist groß

Nachdem es vor einigen Jahren ein wahre Renaissance gab, ist die etwas angestaubte Cola-Rum-Mischung mit Limette aus den 80er Jahren als Cuba Libre wieder ein absolutes Trendgetränk auf Partys und in den Clubs. Für dieses leckere Revival ist wohl die bekannteste Rum-Marke Havana Club aus Kuba hauptverantwortlich. Echte Rumkenner genießen einen guten Tropfen jedoch pur oder in edleren Kombinationen als mit Cola.

Rum gilt als meistverkaufte Spirituose der Welt. Längst wird er nicht nur in der Karibik produziert, sondern fast überall auf der Welt. Das Angebot ist dementsprechend reichhaltig. Da wären zum Beispiel die vorzüglichen Rums der Marke Botucal aus Venezuela zu nennen, die schon seit einigen Jahren eine große Fangemeinde in Deutschland besitzen. Oder die mit komplexen Aromen aufwartenden Destillate von Ron Zacapa, die aus dem zentralamerikanischen Guatemala stammen und in einem der höchstgelegenen Lagerhäuser der Welt zu ihrer vorzüglichen Reife gelangen. Aus Mexiko kommen die lang gereiften und mit fruchtigen Noten aufwartenden Rums von El Ron Prohibido, welche in wunderschönen krugartig designten Flaschen den Weg zu ihren Genießern finden. 

Neben den regulär erhältlichen Rumsorten werden immer mal wieder spezielle Jahrgangs- und Sondereditionen von den verschiedenen Herstellern angeboten, die in limitierten Mengen in den Handel kommen und daher nur solange der Vorrat reicht bestellbar sind. Es lohnt sich daher von Zeit zu Zeit nach diesen exklusiven Editionen Ausschau zu halten und sich davon die ein oder andere Flasche zu gönnen.