Maker’s Mark: Die älteste Bourbon-Destillerie der Welt

Die Geschichte von Maker’s Mark Bourbon beginnt mit einer Familie, die nach einem Whiskey suchte, den sie gern selbst trinken und mit Freunden genießen könne. Mit dem Ziel, einen milden, aber dennoch ausdrucksstarken Bourbon zu kreieren, machte sich Bill Samuels Senior in den 1950er-Jahren an die Arbeit, ein 170 Jahre altes Familienrezept an seine Vorstellungen anzupassen. Die einzige Kopie dieses überlieferten Rezepts geriet versehentlich in Brand – und der Brenner in sechster Generation musste sich wohl oder übel selbst auf die Suche nach der perfekten Maische machen. Samuels Vorfahren, die aus Schottland in die USA eingewandert waren, begründeten die Liebe zum Whisky – und ihr Spross war es, der mit seiner neu gedachten Mash Bill eine ganze Branche revolutionieren sollte. Um den perfekten Geschmack zu finden, experimentierte der findige Nachkömmling mit selbstgebackenem Brot, das er aus unterschiedlichen Getreidemischungen herstellte, anstatt aufwendig zu destillieren. Bills Einfallsreichtum hatte schließlich zur Folge, dass der sonst für die Herstellung von Kentucky Bourbon verwendete Roggen in der Maische durch roten Winterweizen ersetzt wurde. Damit trat an die Stelle der sonst so prägnanten Würzigkeit des Roggens eine milde Süße – und der Grundstein für den Erfolg der allgemein als äußerst trinkbar bekannten Maker’s Mark Bourbons war gelegt.

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    • Herkunftsland USA
    • Kategorie U.S. Whiskey
    • Alkoholgehalt 45% Vol.
    • Farbstoff Nein
    • 0,7 L Auf Lager und versandfertig 21,95 € 1 Liter = 31,36 €
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Maker’s Mark: Kentucky Bourbon, neu gedacht

Die heutige Maker’s Mark-Brennerei in Loretto, Kentucky ging aus der einstigen Star Hill Farm hervor, die seit Generationen von den Vorfahren des heutigen Betreibers Bill Samuels jun. betrieben wurde. Zwar hat sich Maker’s Mark mittlerweile dem Getränkekonzern Beam Suntory angeschlossen, ist jedoch noch immer in Familienbesitz. Die Geschichte der Destillerie im Detail nachzuvollziehen ist nicht ganz so einfach, da das familiäre Erbe und eine von Generation zu Generation weitergegebene und gepflegte Brenn-Tradition zwar eine große Rolle in der Firmenphilosophie spielen, aber schwer herauszufinden ist, wo mit gutem Marketing noch ein wenig nachgeholfen wurde.

Gegründet wurde die ursprüngliche Brennerei 1889 und wird seit fünf Generationen von der Familie Samuels geführt, deren Wurzeln schottisch sind – was das Weglassen des sonst in den USA üblichen Es in der Endung von Whisky erklärt. Nach mehrjährigem Stillstand wurde die Brennerei Anfang der 1950er-Jahre von Bill Samuels Sr. gekauft und instandgesetzt. Er war zuvor als Bäcker tätig gewesen – was erklärt, warum er auf die Idee kam, Test-Brotlaibe zur Perfektionierung der Zusammensetzung der unterschiedlichen Getreidesorten zu backen. Das genaue Rezept stammt möglicherweise von Pappy Van Winkle, einem engen Freund Samuels und einer der ersten, der Bourbons auf Mais-Weizen-Basis in den USA destillierte.

Neuartiger, milder Geschmack, ungewöhnliches Packaging: Wie Maker’s Mark den Bourbon-Markt revolutionierte

Maker’s Mark Bourbons heben sich bis heute nicht nur geschmacklich von Mitkonkurrenten ab – auch ihre Verpackung unterscheidet sie vom klassischen Bourbons. Laut Destillerie geht die Idee, auch das Packaging zu individualisieren, auf Mitbegründerin Margie Samuels zurück, der es ein Anliegen war, dass Maker’s Mark Flaschen sich in den Verkaufsregalen abhoben. Es heißt, es sei Margie zu verdanken, dass die erste Flasche Maker’s Mark gekauft wurde – während es Bills Verdienst sei, dass wenig später eine zweite folgte. Die Form und Gestaltung der Flasche mit dem charakteristischen roten Wachssiegel, das bis heute per Hand gedippt wird, sind neben dem Geschmack des Maker’s Mark Bourbon also ein nicht unwichtiges Kriterium für den Erfolg der Brand. Das Red Wax Seal macht aus jeder Flasche ein Unikat.

Dazu kam, dass es bis dato keinen Kentucky Bourbon mit einem derart hohen Weizenanteil gab. Noch dazu positionierte sich Maker's Mark Whisky preislich deutlich über allen Mitbewerbern – was ihn in der Nachkriegszeit zum ersten Premium-Whiskey der USA machte.

Vom Underdog zum Premium-Bourbon: Maker’s Marks Werdegang

Die hohen Preise, die Maker’s Mark aufrief und die eher mit Cognac oder Scotch vergleichbar waren, erklärte man mit der besonderen Herstellung und Güte des Produkts. Die erste Kampagne, die Maker's Mark 1965 launchte, warb daher ungeniert mit dem Slogan „It tastes expensive... and is“'. Während Maker’s Mark in den folgenden 15 Jahren mehr als Hobby der Inhaber begriffen wurde, kam der Durchbruch als ernstzunehmender Marktteilnehmer 1980, als Maker’s Mark auf Flügen bestimmter Airlines ausgeschenkt wurde. Dies weckte die Neugier des Wall Street Journals – und der Rest ist (Erfolgs-)Geschichte.

Elegant in der Nase, weich am Gaumen

Geschmacklich kennzeichnen den Maker’s Mark Bourbon in der Signature-Flasche mit dem roten Wachs-Siegel vor allem seine Milde und Weichheit, die auf dem Ersatz des Roggens im Mash Bill durch roten Winterweizen beruhen. Sowohl der Maker’s Mark Red Wax als auch der Maker’s Mark 46, dessen Geschmack aufgrund der neunwöchiger Zugabe getoasteter französischer Eichenstäbe (bzw. Stave-Profil Nr. 46) zum voll ausgereiften Maker’s Mark deutlich in eine intensiv-holzige Richtung abdriftet, sind ausgewogen und harmonisch. Ihr Bouquet ist geprägt von Eiche, Toffee und Weizen, ihr Geschmack ruht je nach Variante stärker auf Vanille und Karamell bzw. auf der warm-holzigen Würze der Eiche. Weich und rund am Gaumen präsentieren sich Maker’s Mark Whiskeys als eine echte Entdeckung – die auch optisch viel hermacht!