The Glenlivet

1824 gründete George Smith die erste legale Whiskybrennerei Schottlands. Er gab ihr den Namen Glenlivet, der auf Gälisch „Tal des Livet“ bedeutet. Damit bezieht er sich auf die Lage der Brennerei am Fluss Livet in der Whiskyregion Speyside. Die fast 200 Jahre alte Brennerei gehört heute zu den beiden größten Destillerien des Landes. Bei Glenlivet vereinen sich Moderne und Tradition miteinander. Während die Destillate noch in speziellen Kupferkesseln entstehen, die vom Gründer selbst entworfen wurden, hat man 2010 ein neues Brennereigebäude gebaut, um die Kapazität auf 10,5 Millionen Liter Whisky pro Jahr erhöhen zu können. Außerdem wird auf eine moderne Maische-Tonne gesetzt, die den maximalen Malzgehalt aus dem Getreide herausholen kann, während bei den Wash Backs traditionelles Holzmaterial zum Einsatz kommt. Die ausgefeilte Fertigung schlägt sich im facettenreichen Geschmack des Glenlivet wieder, der Whiskykenner und Novizen gleichermaßen begeistert.

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    • Herkunftsland Schottland
    • Kategorie Single Malt Whisky
    • Alkoholgehalt 40% Vol.
    • Alter 12 Jahre
    • Farbstoff Ja
    • 0,7 L mit 2 Gläsern Auf Lager und versandfertig 32,36 € 35,95 € 1 Liter = 46,22 €
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Die bewegte Geschichte der Whiskybrennerei Glenlivet

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war das Brennen von Destillaten in Schottland noch verboten. Zahlreiche illegale Destillerien produzierten dennoch Whisky, der sich schon vor 200 Jahren großer Beliebtheit in Schottland erfreute. Gegen eine Gebühr von zehn Pfund und eine feste Steuer pro Gallone Whisky durfte ab 1823 legal Whisky hergestellt werden. Im gleichen Zug legten die Gesetzgeber die Größe der Brennblase mit 40 Gallonen fest.

Die erste offizielle Brennerei, die nach der Legalisierung entstand, war die Glenlivet Distillerie, die George Smith im Jahr 1824 im kleinen Örtchen Ballindaloch in den schottischen Highlands gründete. Damit zog er den Unmut der anderen Destillerien auf sich, die zuvor alle illegal produziert hatten. Es dauerte zehn Jahre, bis alle illegalen Brennereien von der Bildfläche verschwanden. Der Bau der heutigen Brennerei ist auf das Jahr 1858 zu datieren. Damit wird der heutige Glenlivet in einer vor mehr als 150 Jahren errichteten Destillerie hergestellt. 1880 erwarb die Familie Smith das Exklusivrecht für den Namen Glenlivet. Heute ist die Brennerei nicht mehr im Besitz der Familie. Nachdem 1977 der amerikanische Alkoholkonzern Seagram die Destillerie kaufte, erwarb der französische Spirituosenkonzern Pernod Ricard die schottische Whiskymarke.

Herstellung des schottischen Whiskys Glenlivet

Das Besondere an der Glenlivet Brennerei ist die Konzentration auf Single Malt Whiskey. In der Destillerie werden fast nur Rohbrände produziert. Lediglich ein paar Destillate werden für die Blends des heutigen Besitzers Pernod Ricards hergestellt. Daher sind die Glenlivet Single Malts von ganz besonderer Qualität. Das Wasser zur Produktion stammt aus der nahe der Brennerei gelegenen Quelle Josie’s Well. Zur Oberfläche kommt das Quellwasser aus besonders torfhaltiger Erde, was den Destillaten einen typisch schottischen Charakter verleiht.

Die Maische für den Glenlivet wird verhältnismäßig lang fermentiert. 50 Stunden nimmt der Prozess ein. Dank der modernen Mash Tune (Maische-Tonne) kann der maximale Gehalt des Kornzuckers aus dem Malz herausgeholt werden, was die angenehme süße Note des Glenlivet erklärt. Neben einem 11,5 Tonnen schweren Maischbottich und den acht Gärbottichen verfügt die Brennerei über vier Wash und vier Spirit Stills, in denen die Erhitzung durch Dampf erfolgt. Bezüglich der Wash Backs geht die Brennerei einen sehr traditionellen Weg. Statt Edelstahlbehälter zu verwenden, setzt der Hersteller auf Holz. Das Material lässt sich zwar viel schwerer reinigen, bringt aber wichtige Geschmacknuancen in den Whisky.

Im Zentrum der Herstellung steht jedoch die Brennblase, deren Laternenform der Gründer George Smith entworfen hat. Falls die Pot Stills irgendwann einmal ausgetauscht werden müssen, hat die Brennerei bereits vorgesorgt. Moderne Kupferschmiede haben das ausgeklügelte Design, das auf den Gründervater zurückgeht, nachgebildet. In den besonders hohen Behältnissen legen die Destillate einen großen Weg zurück. Das erhöht den Kontakt zwischen dem Destillat und dem Kupfer, aus dem die Brennblase besteht. Das Ergebnis ist eine besonders reine Essenz, bei dem sich alle Aromen des torfhaltigen Wassers und des gemaischten Getreides entfalten und vermischen können. Am Ende entstehen besonders harmonische und runde Destillate

Für die Reifung werden größtenteils Ex-Bourbon-Fässer aus amerikanischem Eichenholz genutzt. Dies verleiht dem Whisky zum einen eine süße Note durch den zuvor gelagerten Bourbon und zum anderen eine würzige Holznuance. Für etwas mehr Abwechslung hinsichtlich der Aromen werden manche Destillate auch in ehemaligen Sherry-Fässern gelagert, was für einen fruchtigen Geschmack sorgt. Die Destillate für die Single Malts werden mindestens zwölf Jahre lang gereift.

Exklusive Abfüllungen des Glenlivet Whisky

Der wohl teuerste Glenlivet ist eine Abfüllung von Gordon & MacPhail. Es handelt sich dabei um einen 62 Jahre lang gelagerten Whisky, der 1952 destilliert wurde. Aufgrund des hohen Alters und der hohen Exklusivität erzielte die Abfüllung einen Preis von 6.000 Pfund. Neben diesem besonders teurem Exemplar hat der Abfüller Gordon & MacPhail eine ganze Serie Glenlivet Whiskys auf den Markt gebracht.

Verkaufsschlager ist der zwölf Jahre alte Single Malt, der neben seinem fruchtig-blumigem Geschmack auch durch sein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt.