Zigarren anzünden – so gelingt es auf jeden Fall

Wie zündet man eigentlich eine Zigarre an? Das ist eine der wichtigeren Fragen, die sich Zigarrenneulinge stellen. Natürlich müssen schon vor dem Zigarre-Anzünden einige andere Herausforderungen bewältigt werden: Was macht eine gute Zigarre aus? Welches Herkunftsland eignet sich besonders für Neulinge? Wähle ich die allseits bekannten kubanischen Zigarren oder doch lieber eine aus Nicaragua oder der Dominikanischen Republik? Und seit wann gibt es eigentlich philippinische Zigarren? Grundsätzlich eignen sich mild-aromatische Zigarren eher für Neulinge, diese kommen häufig aus Honduras oder der Dominikanischen Republik. Kubanische Zigarren und solche aus Nicaragua sind kräftig und somit eher etwas für erfahrene Zigarrenraucher. Hat man sich für ein Land und sogar eine Marke entschieden, gilt es noch das richtige Format zu finden. Bekannte Varianten sind beispielsweise die eher kleinen und dicken Robustos oder auch die langen und dicken Churchills. Welches Feuerzeug am besten für welches Format geeignet ist, wird weiter unten im Text geklärt.

Zigarren in unterschiedlichen Formaten:

Mit dem passenden Feuerzeug die Zigarre richtig anzünden

Tonino Lamborghini Pergusa Feuerzeug schwarzWurde die passende Zigarre gewählt, gilt es, sie endlich anzuzünden. Auch heute noch ist das Anzünden einer Zigarre eine Wissenschaft für sich. Es gibt Einiges zu beachten, wenn man den erlesenen Geschmack des Tabaks schmecken möchte. Die falsche Anzündtechnik hat schon so manchem die gute Zigarre vermiest. Während ein schiefer Abbrand noch durch Nachfeuern korrigiert werden kann, ist mit der Verwendung eines Benzinfeuerzeugs so ziemlich alles verloren. In so einem Fall bleibt lediglich zu hoffen, dass niemand die Schande beobachtet hat, denn der hochwertig und mühsam durch Tabakanbau, Ernte und Fermentation entstandene Geschmack würde innerhalb weniger Sekunden zerstört. Um eine Zigarre zu zähmen und richtig genießen zu können, sollte vor allem Folgendes beachtet werden:

Ausgesprochen gut zum Entzünden der Zigarre sind spezielle Gasfeuerzeuge geeignet. Egal, ob diese nun ein, zwei oder vier Flammen haben. Besonders bei Zigarren mit größerem Ringmaß (Durchmesser) kann es gut sein, dass Feuerzeuge mit mehr als einer Flamme zum Einsatz kommen sollten. Hier gilt die grundsätzliche Regel: Je größer das Ringmaß desto mehr Flammen sind sinnvoll. Bei einer kleinen Panetela wie der Chinchalero Colitas reicht eine einfache Jetflamme völlig aus. Bei großen und vor allem dicken Churchills wie der Romeo y Julieta Churchill dagegen, sind zwei und mehr Flammen durchaus hilfreich.

Eine Übersicht über beliebte Formate und ihre klassischen Maße sowie das idealerweise zu verwendende Feuerzeug finden Sie hier:

Formatsbezeichnung Klassische Formatlänge in mm Klassisches Ringmaß Feuerungsart
Double Corona 171 – 202 Mind.  49 Bis zu Triple Jet Flame, Streichholz, Zedernholz
Long Panetela Mind. 178 35 – 39 Single Jet Flame, Streichholz, Zedernholz
Churchill 171 – 202 46 – 48 Double Jet Flame, Streichholz, Zedernholz
Gran Corona 141 – 170 45 – 47 Double Jet Flame, Streichholz, Zedernholz
Toro 141 – 170 Mind. 48 Bis zu Triple Jet Flame, Streichholz, Zedernholz
Small Panatela 140 – 177 35 – 39 Single Jet Flame, Streichholz, Zedernholz
Slim Panetela Mind. 127 28 – 34 Streichholz, Zedernholz
Corona 133 – 145 40 – 44 Single Jet Flame, Streichholz, Zedernholz
Robusto 114 – 140 Mind. 48 Bis zu Triple Jet Flame, Streichholz, Zedernholz
Petit Corona 95 – 139 40 – 44 Single Jet Flame, Streichholz, Zedernholz
Short Panetela 95 – 139 35 – 39 Single Jet Flame, Streichholz, Zedernholz

Kohlegefiltertes FeuerzeuggasNatürlich sind die beschriebenen Formate nur ein kleiner Auszug der auf dem Markt erhältlichen Varianten. Es wurde aber ein guter Querschnitt gewählt, der Neulingen die Orientierung erleichtert und Tipps für die Verwendung des passenden Feuerzeugs zum Zigarre anzünden bietet.

Wichtig ist immer, kohlegefiltertes Gas zum Zigarre anzünden zu verwenden. Sowohl Gas als auch Feuerzeug sollten im Kühlschrank aufbewahrt werden, so passt mehr Gas ins Feuerzeug und es ist optimal vor Umwelteinflüssen geschützt. Bei Feuerzeugen kann zwischen Normal-, Torch- und Jetflamme unterschieden werden. Sie unterscheiden sich in der Entstehung der Flamme. Die Torchflamme ist eine Nuance heißer als die Jetflamme, da sie konzentrierter zusammenläuft.

Spezielle Zündhölzer haben ihr eigenes Flair

Auch spezielle Zigarrenstreichhölzer oder Zedernholzspäne können zum Zigarre anzünden verwendet werden. Sie lassen das ganze Raucherlebnis noch ein wenig exklusiver wirken. Absolut ungeeignet sind aber normale geschwefelte Streichhölzer oder Kerzen. Auch sie verfälschen, ähnlich wie Benzinfeuerzeuge den Zigarrengeschmack massiv.

Hat man das richtige Werkzeug gefunden, gilt es sorgsam die Zigarre anzuzünden. Schon hier sollte die Ruhe und Entspannung, die das Zigarre rauchen innehat, ausgelebt werden. Vor dem eigentlichen Anzünden der Zigarre wird sie angeröstet. Hierbei wird das Feuer im 45° Winkel zur Zigarre gehalten und diese langsam erhitzt. Dies geschieht aus einiger Entfernung und dient der Intensivierung der Aromen. Erst nach diesem ersten Schritt wird die Zigarre langsam am Fuß zum Glühen gebracht. Um Schiefbrand zu vermeiden, sollte hierbei sehr sorgfältig vorgegangen werden. Gerne kann der Aficionado durch Pusten ein wenig nachhelfen. Erst wenn der Fuß vollständig glüht, wird an der Zigarre gezogen. Der gesamte Entzündungsprozess gleicht einem Ritual und sollte in Ruhe und sehr sorgsam durchgeführt werden. Angeschnitten wird die Zigarre entweder direkt zu Beginn oder erst kurz vor dem Ziehen. Hierfür können entweder Zigarrencutter oder Rundbohrer verwendet werden. Wichtig ist für Zigarrenneulinge zu beachten, dass der Zigarrenrauch niemals inhaliert wird. Stattdessen verbleibt er in der Mundhöhle, während die verschiedenen Aromen erfahren werden können.

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