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Zigarren aus Panama

Zigarren aus Panama

Panama ist bislang eher für seine Wasserstraße und Hüte bekannt, doch das kann sich schnell ändern. Die von Ost nach West verlaufende Republik Panama ist das südlichste der zentralamerikanischen Staaten und damit das schmalste Verbindungsstück zwischen Nord- und Südamerika. Dies führte auch zur Idee des gleichnamigen Kanals durch den Istmus (Landenge), der zwar erst 1914 als US-amerikanisches Projekt vollendet wurde, dessen Erarbeitung aber bis in die Anfänge der spanischen Kolonisation reicht. Neben bezaubernden Küstenstreifen verfügt Panama ebenso über einen tier- und pflanzenreichen tropischen Regenwald.

Panama: Ein Land voller Geschichte

Zigarren aus PanamaSpuren menschlicher Besiedlung lassen sich in Panama weit zurückverfolgen, so ließen sich hier die viertausend Jahre alten und ersten Töpferarbeiten auf amerikanischem Boden finden. Die ersten Europäer kamen 1501 von Kolumbien aus und wenig später ankerte Christopher Kolumbus von Norden kommend in der natürlichen Bucht von Portobelo. 1513 durchquerte Vasco Núñez de Balboa, nachdem ihm Indios von einem zweiten Ozean berichtet hatten, das Land von Nord nach Süd und erreichte den von ihm zuerst Südsee genannten Pazifischen Ozean. Diese strategisch günstige Lage sollte die künftige Geschichte Panamas prägen. Panama-Stadt wurde zu einer der wichtigsten Umschlagplätze im interozeanischen Handel, unter anderem zwischen Peru und Spanien. Im 17. Jahrhundert flachte die Bedeutung Panamas als Knotenpunkt wieder ab, da das in Europa an Einfluss verlierende Spanien mit seinen Schiffen wegen der hohen Kosten, die das häufige Umladen mit sich brachte, nun auf dem Weg nach Peru das Kap Hoorn umsegelte. Außerdem lauerte in den karibischen Gewässern noch eine andere Gefahr: Piraten – mehrheitlich niederländische und englische Freelancer. 1671 wurde Panamá la Vieja von dem berühmt berüchtigten Piraten Henry Morgen überfallen und komplett zerstört.

Die verheerenden Auswirkungen der spanischen Kolonisation, bei der die ursprüngliche Bevölkerung nahezu ausgerottet wurde, führte auch Panama zu den Befreiungskriegen und der Loslösung von der spanischen Krone im Jahre 1821. In der unruhigen Folgezeit gehörte es häufig unter wechselnden Vorraussetzungen zu Großkolumbien, trennte sich 1903 endgültig von diesem Staatenverbund und versuchte seine Lage durch eine vertragliche Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten zu verstärken. Diese bauten von 1904 bis 1914 den Panama-Kanal und hielten gleichzeitig die Hoheitsrechte an diesem Gebiet. Im Jahre 1962 baute man dann die lange Zeit einzige Brücke zwischen Nord- und Südamerika über den Kanal, die Puente de las Americas. 1977 schloss Panama mit den USA einen Vertrag zur geregelten Übergabe der amerikanischen Hoheitsgebiete, was dann nach vielen Reibereien, die 1989 sogar in eine militärische Interventionen seitens der USA gipfelten, auch am 31. Dezember 1999 vollzogen wurde. Da die Haupteinnahmequelle Panamas, der Kanal, seine Kapazität von 14 000 Schiffen pro Jahr erreicht hatte, stimmte 2006 die Bevölkerung für einen Ausbau und schreibt so die Geschichte Panamas als Verbindungskreuz zwischen den Welten fort.

Panama Zigarren: Die Anbaugebiete

8,8% des Landes werden landwirtschaftlich genutzt, wobei allerdings Produkte wie Bananen, Kaffee, Zuckerrohr, Mais und ähnliches im Vordergrund stehen. Da Panama ein tropisches Klima hat, also eine von Januar bis April reichende Trockenzeit und eine von Mai bis Dezember reichende Regenzeit, verfügt das Land über für Zentralamerika typische Bedingungen. Mit durchschnittlichen Temperaturen von 25° bis 36°C bieten sich aber auch hier nur die höheren und etwas kühleren Bergregionen des Landes für den Tabakanbau an, in denen auch eine ganzjährige Luftfeuchtigkeit von 79% herrscht.

Gefeierte Zigarren aus Panama

Panama hält einige Zigarren-Freuden für passionierte Aficionados bereit. Zum einen wäre die Zigarren-Marke Colón Panamá aus dem Hause Darrier & Cleef zu nennen, ein Unternehmen dessen Manufakturen schon über hundert Jahre mit dem Land verbunden sind und von daher eine große Erfahrung und Tradition mit sich bringen. Einer von vielen Höhepunkten dieser Marke ist die Colón Grand Vintage 2001.

Zum anderen lassen sich aber auch zwei für die Zigarren-Produktion untypische Marken finden: Marca Fina Panama und Campo Verde Fair Trade. Wie letzterer Name schon sagt, sind diese Marken Versuche, die Wirtschaft Panamas mit sozialen Projekten zu unterfüttern. Marca Fina Panama gehört zu einem Zusammenschluss von Kleinbauern, die in mehreren amerikanischen Ländern Tabakprodukte und Spirituosen fertigen. Hochwertiger Anbau mit Verzicht auf Pestizide und Kunstdünger, sowie die finanzielle Unterstützung lokaler Sozial- und Umweltschutzprojekte gehören ebenso zur Firmenagenda wie das Bestreben beste Genussmittel feinster Qualität zu erzeugen. Die Zigarren von Campo Verde Fair Trade mit ihren zweijährig fermentierten Tabaken, die eine für Panama typische mittlere Stärke aufweisen, werden nach den Kriterien des Fair Trade erzeugt und von der Organisation FAIRTAB überwacht.

Insgesamt verfügt Panama über ein überaus interessantes Sortiment an vollmundigen Zigarren in handwerklich einwandfreier Fertigung, die sich zu Recht einen stattlichen Liebhaberkreis aufgebaut haben.