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Schnupftabak – die frische Portion Tabak für die Nase

Seit mehr als 500 Jahren wird Schnupftabak unabhängig von Herkunft oder sozialem Stand genossen. Es handelt sich dabei um eine oder mehrere Sorten Tabak, die zu einem feinen Pulver gemahlen und durch die Nase eingezogen werden. Über die Nasenschleimhäute wird das Nikotin vom Körper aufgenommen und kann seine Wirkung entfalten. Da ein zu abruptes Einziehen Schmerzen verursachen kann, sollte Schnupftabak langsam eingezogen werden.

Zur Geschichte des Schnupftabaks

In Europa ist Schnupftabak ungefähr seit dem 17. Jahrhundert allgemein bekannt, doch die Völker Mittel- und Südamerikas benutzten ihn schon lange bevor er auf dem europäischen Kontinent eingeführt wurde. Ein frühes Zeugnis ist der Bericht eines Mönches, den Christoph Kolumbus auf seiner zweiten Reise gen Westen auf Haiti zurückließ und der von dem eigenartigen Ritual der einheimischen Bevölkerung berichtete, ein seltsames Kraut zu schnupfen, das ihnen „völlig den Verstand raubt“.

Jean Nicot brachte Mitte des 16. Jahrhunderts Tabakblätter an den französischen Hof. Die damalige Königin Katharina von Medici gehörte zu den ersten, die die zu Pulver verarbeiteten Tabakblätter als Mittel gegen Kopfschmerzen einzog. Durch sie wurde das Schnupfen an Adelshöfen gesellschaftsfähig und galt lange Zeit als „poudre de la reine“.

Mitte des 17. Jahrhunderts wurde die erste Schnupftabakfabrik der Welt in Sevilla errichtet. Schnupftabak übertraf mittlerweile die wirtschaftliche Geltung von Konsumgütern wie Kaffee, Tee oder Zucker. In Deutschland entstand mit der Firma Bernhard die erste Schnupftabakmanufaktur mit Sitz in Offenbach. Der anfänglichen Blüte wurde durch die zunehmende Beliebtheit von Pfeifentabak und Zigaretten ein Ende gesetzt, da auch mehr und mehr Schnupftabaksunternehmen auf die Herstellung des Rauchtabaks setzten. Heute existieren nur noch wenige Hersteller von Schnupftabak in Deutschland, zu deren bekanntesten und größten die Firma Pöschl in Bayern zählt.

Schmalzler vs. Snuff

Es gibt verschiedene Arten von Schnupftabak. Diese unterscheiden sich gewöhnlich in der Art ihrer Herstellung, der Tabaksorten und ihrer Aromatisierung. Zu den gebräuchlichsten zählen Schmalzler und Snuff.

  • Schmalzler ist eine Spezialität aus Bayern, die sich auch heute noch großer Beliebtheit besonders in Süddeutschland und Österreich erfreut. Bei der Herstellung werden dunkle Tabakblätter verarbeitet, ähnlich wie bei der Fertigung von Zigarren. Der würzige Ausgangstabak, Mangotes genannt, wird in Brasilien angebaut, daher wird Schmalzler auch gerne als Brasil bezeichnet. Noch in Brasilien fermentiert, gelangt der Mangotes zu Strängen versponnen nach Europa. Diese Tabakstränge werden zunächst zerkleinert und mit Gärsoße vermischt, nach der Gärung werden sie nochmals fermentiert. Danach wird ein Teil des Tabakgemischs auf Platten aus Edelstahl getrocknet, der Rest bleibt feucht. Nun wird das trockene, feuchte und halbfeuchte Material nach traditionellen Rezepturen gemischt. Nun fehlt nur noch der Mahlvorgang. Dieser erfolgt auf sogenannten Reibstühlen, die speziell zur Schnupftabakherstellung konzipiert wurden. Durch die Reibung verdunstet die Restfeuchtigkeit und am Ende entsteht das feine trockene Pulver, welches durch den Zusatz von Paraffinöl schnupffähig gemacht wird.

    Schmalzler hat meist ein erdig-würziges Tabakaroma optisch meist dunkelbraun bis schwarz und in der Konsistenz vergleichsweise grob zerrieben.

  • Snuff ist der meistverkaufte Schnupftabak und hat seinen Ursprung in England, weswegen auch heute nach zahlreiche englische Hersteller existieren. Für die Snuffherstellung werden vorwiegend helle Virginia Tabake aus Afrika oder den USA verwendet, aber auch goldbrauner Burley sowie Orienttabake. Diese Rohtabake werden nach Herkunft getrennt gemahlen und später in unterschiedlichen Konzentrationen miteinander vermischt, angefeuchtet und gesiebt. Abgepackt in Kisten werden die Mischungen kaltfermentiert, d.h. in einem dunklen Raum für längere Zeit bei gleichbleibender Temperatur gelagert. Nach der Fermentation werden aus den Halbfabrikaten die Endmischungen nach traditionellen Rezepturen hergestellt. Diese können mit Aromen von Menthol und Früchten oder ätherischen Ölen angereichert werden.

    Der Geschmack des Snuffs ist stark vom verwendeten Aroma abhängig, das den Tabakgeschmack überdeckt. Im Vergleich zum Schmalzler ist er heller und in der Konsistenz sehr fein gerieben.

Schnupfen als Ritual

In der Regel gibt es zwei Möglichkeiten Schnupftabak durch die Nase zu ziehen:

Zum einen das Schnupfen vom Handrücken. Dazu wird der Schnupftabak auf dem Handrücken oder der Faust in ein oder zwei kleine Häufchen geteilt. Wichtig ist die linke Hand zu benutzen, da die rechte Hand den Laien erkennen lässt. Kleiner Finger und Daumen müssen abgespreizt werden, um eine gerade Oberhandfläche zu erhalten. Es sollte darauf geachtet werden nicht zu heftig einzuziehen, da es zu Schmerzen und einem starken Niesreflex führen kann.

Beim Schnupfen von den Fingerspitzen wird der Schnupftabak zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten und direkt dem Nasenloch zugeführt. Dieses Verfahren geht auf die früher gebräuchlichen Schnupftabaksdosen zurück und wird in England häufig angewandt.

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Pöschl ist der größte Produzent von Schnupftabak in Deutschland. Die Firma vertreibt hauptsächlich aromatisierte Snuffs wie die Gletscherprise oder Andechs Spezial. Mit der Bayernprise hat Pöschl ein Produkt auf dem Markt, das eine Synthese zwischen Snuff und Schmalzler darstellt. Eine weitere Marke aus dem Hause Pöschl ist Ozona, das auch als aromatisierter Snuff in den Sorten Cherry, Raspberry und English Menthol bei Noblego erhältlich ist. Typisch britisch wird es mit der englischen Traditionsmarke Gawith Snuff, den Sie bei uns mit fruchtigem Aprikosenaroma erhalten. Dem abwechslungsreichen Schnupftabaksgenuss sind damit keine Grenzen mehr gesetzt.