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Propylenglykol zur Humidor-Befeuchtung

Fachgerechte Zigarren-Aufbewahrung heißt auch optimale Feuchtigkeitsregulierung im Humidor. Es gibt verschiedene Befeuchter-Systeme, von denen einige mehr Vorteile bieten als andere. Außerdem kommt es auf die Humidor-Art an, welches sich besser eignet. Universallösungen für alle größeren Humidore, die traditionell mit Schwammsystemen ausgerüstet werden, sind mit Propylenglykol-Lösung getränkte Acryl-Polymer-Kristalle. Die Kristalle speichern viel Feuchtigkeit und geben sie gleichmäßig ab. Zudem sorgt das Propylenglykol dafür, dass zu hohe Luftfeuchtigkeit automatisch herunterreguliert wird. Im Inneren des Humidors herrscht so eine konstante Luftfeuchtigkeit von 70%. Das System ist deutlich stabiler als Zigarrenbefeuchter auf Schwammbasis und hemmt zudem die gefürchtete Schimmelbildung.

Der ideale Humidor-Befeuchter

Schrank- und Tisch-Humidore sind häufig mit Schwamm-Befeuchtern ausgerüstet, die mit destilliertem Wasser aufgefüllt werden. Sie erfüllen meist ihren Zweck, jedoch wird die Feuchtigkeit im Humidor nicht automatisch auf dem gleichen Niveau reguliert. Temperaturschwankungen beeinflussen den Feuchtigkeitsgehalt der Luft und die Schwämme sind anfällig für Schimmelbildung und Überbefeuchtung. Hier kann es schon helfen, wenn dem destillierten Wasser zu gleichen Teilen Propylenglykol beigemengt wird. Die farblose, ungiftige Flüssigkeit sorgt dafür, dass die Luftfeuchtigkeit stabil bei 70 % gehalten wird. Es wird also solange Feuchtigkeit aus dem Humidor-Befeuchter abgegeben, bis die Umgebungsfeuchtigkeit dieses Niveau erreicht hat. Liegt sie darüber, nimmt das Propylenglykol die überschüssige Feuchtigkeit wieder auf.

Noch besser funktioniert dieses System in Kombination mit Kristall-Befeuchtern auf Acrylpolymer-Basis. Die Kristalle nehmen das bis zu 450-fache ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit auf. Das bedeutet, dass die Feuchtigkeit – anders als bei Schwamm-Befeuchtern – relativ tropffest im Befeuchter eingeschlossen ist und gleichmäßig nach außen abgegeben wird. Durch die hohe Speicherkapazität der Kristalle muss der Zigarrenbefeuchter nicht mehr so oft nachgefüllt werden. Für Schrank- und Tischhumidore ist dieses System die ideale Lösung.

Vorteile von Propylenglykol

Als Befeuchtungsflüssigkeit für Humidore verwendet man normalerweise destilliertes Wasser. Gegenüber Leitungswasser hat es den Vorteil, dass es die Schwammporen nicht mit Kalk verstopft. Zudem ist destilliertes Wasser reiner, denn Leitungswasser kann neben Chlor auch Spuren von Bakterien enthalten, die unter ungünstigen Bedingungen die Schimmelbildung fördern. Destilliertes Wasser ist frei von sämtlichen Mineralien und Bakterien können darin nicht überleben. Durch seine Reinheit ist es auch für den Menschen unverträglich. In Kombination mit Propylenglykol, auch Propandiol genannt, ist es daher ideal für Humidor-Befeuchter.

Propylenglykol hemmt die Schimmelbildung und ist in der verwendeten Konzentration für den Menschen relativ ungefährlich. Es ist geruchs- und geschmacksneutral. Seine beste Eigenschaft ist die Bildung einer Oberflächenmembran, die bei der Regulierung der Luftfeuchtigkeit hilft. Solange die Luftfeuchtigkeit unter 70% liegt, gibt das Wasser-Propylenglykol-Gemisch Feuchtigkeit an die Luft ab. Steigt die Feuchtigkeit der umgebenden Luft über 70%, wirkt das Propylenglykol hygroskopisch, d.h. es nimmt Wasser aus der Luft auf.

Fertig gemischt gibt es die Wasser-Propylenglykol-Lösung bei Noblego zu kaufen, zum Beispiel von Xikar. Dazu finden Sie die passenden Befeuchter mit Acrylpolymer-Kristallen in verschiedenen Formen. Für kleinere Humidore mit bis zu 50 Zigarren eignen sich beispielsweise die Crystal Bars. Mit der fertigen Befeuchtungslösung regulieren Sie die Feuchtigkeit im Humidor bequem über lange Zeiträume und füllen die Befeuchter sauber nach. Für die unkomplizierte Feuchtigkeitsregulierung in Reisehumidoren eignen sich übrigens Zigarrenbefeuchter im Beutelformat, zum Beispiel von Boveda.